Programm

30.08.2017 - 19:30 Bei schönem Wetter draussen Sommerkonzerte 2017

Floriano Inacio Jr. Quartett

Floriano Inacio Jr. Quartett
30.08.2017 - 19:30 Bei schönem Wetter draussen Sommerkonzerte 2017

Floriano Inacio Jr. Quartett

Floriano Inácio Jr., p & cavaquinho
Rodrigo Botter Maio, as & fl
Dudu Penz, b
Christophe Bras, dr

Der Pianist Floriano Inácio Jr. entwickelt Kompositionen, die auf einer Fusion aus Jazz und traditioneller brasilianischer Musik aufbauen. Seine Improvisationsgabe entführt das Publikum in seinen Soli in andere Sphären. Auf der CD Attitude spielt er ausschliesslich eigene Kompositionen mit teilweise sehr persönlichem Bezug. Hörenswert ist das Zusammenspiel mit Musikern, die sich seit Jahren kennen und die in der Schweizer Jazzszene einen Namen haben.

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27.09.2017 - 19:30

Donat Fisch Quartett

Donat Fisch Quartett Foto: Uli Nusko
27.09.2017 - 19:30

Donat Fisch Quartett

Donat Fisch, ts & as
Andy Scherrer, ts
Bänz Oester, b
Norbert Pfammatter, dr

Statt ein neues Projekt nach dem anderen aus dem Hut zu zaubern, findet Fisch immer wieder neue Nischen innerhalb seiner hochgradig eigenständigen Musik, die zwischen folkloristischer Einfachheit und scharfsinniger Komplexität oszilliert. So fügt er nun seinem Trio, mit dem er das famose Unit-Album «Live im Bird’s Eye» aufgenommen hat, eine zweite Saxofon-Stimme hinzu - und zwar nicht irgendeine, sondern diejenige von Andy Scherrer, der einst sein Lehrmeister war und dem er jetzt auf gleicher Augenhöhe begegnet. Gespannt und gebannt verfolgt man, wie sich Scherrer in die Trio-Konstellation einfügt, nämlich so überzeugend, dass wir es tatsächlich mit einem neuen Quartett zu tun haben und nicht mit einem Trio plus Gast. 

Es mag hochtrabend klingen, aber falsch ist es trotzdem nicht, von einem Gipfeltreffen der Grossmeister zu sprechen. Dass Fisch und Scherrer zur Sorte Mensch gehören, die ihr Licht bescheiden unter den Scheffel zu stellen pflegt, ändert nichts an der Tatsache, dass sie als Saxofonisten den Vergleich mit weitaus berühmteren Kollegen aus Übersee keineswegs zu scheuen brauchen.

Gemeinsam verfügen Fisch und Scherrer über eine geradezu enzyklopädische Kenntnis saxofonistischer Ausdrucksmöglichkeiten - ihr vielschichtiges Spiel verströmt authentische Weisheit, weil man ihm nach ein paar wenigen Tönen anmerkt, dass hier grosse Vorbilder nicht zitiert, sondern transzendiert werden. Ähnliches liesse sich über das herausragende «drum’n’bass»-Gespann Norbert Pfammatter / Bänz Oester sagen, das die beiden Saxofonisten beflügelt und auch solistisch brilliert. 

Auch im Jazz wird zuweilen ganz schön viel Bullshit verzapft. Das neue Fisch-Album „Lappland“ ist ein Anti-Bullshit-Statement par excellence. Hier sind Musiker am Werk, die nicht Phrasen dreschen, sondern ihr immenses Können dazu nutzen, essenzielle Aussagen zu machen. Dabei kommen sie mal ohne Umschweife zur Sache, mal bewegen sie sich in schwindelerregenden Spiralen aufs Ziel zu. Auf Effekthascherei und selbstverliebtes Virtuosentum wird mit souveräner Reife verzichtet.

Tom Gsteiger Februar 2010

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25.10.2017 - 19:30

Jellici/Baldes Soundfields

Jellici/Baldes Soundfields
25.10.2017 - 19:30

Jellici/Baldes Soundfields

Johanna Jellici, voc & soundscaping
Jochen Baldes, ts / ss / bcl
Franz Hellmüller, g
Andrê Buser, b
Tobias Hunziker, dr

Das aktuelle Bandprojekt von Johanna Jellici und Jochen Baldes erschafft jenseits von
akademischen Skalenroutinen und technischem Elektrohokuspokus eine ganz eigene Musiksprache,
die organisch Electronics und akustische Klangfarben miteinander verschmelzen lässt und so einen
neuen Sound kreiert. Statt erwartbarer Schemata gibt es überraschende Verknüpfungen von
Komposition und Improvisation, getragen von subtilen rhythmischen Strukturen und Grooves. Ein
Höhepunkt ist sicherlich das Stück Bubbles, das ebenso durch kunstvolle Einfachheit wie
einprägsame Hymnik besticht. Es versprüht eine Leichtigkeit, die nicht nur vom traumwandlerischen
Dialog von Gesang und Saxophon und dem feinen Gewebe der Rhythmusgruppe lebt, sondern auch
von den komplexen und doch leicht anmutenden Kompositionen von Baldes ausgeht.
«SOUNDFIELDS» ist verschwenderisch mit seinen Ideen und alles andere als ein one-trick pony:
jedes Stück entwickelt eine eigene Atmosphäre, ob Nature‘s Dance mit seinen fernen Echos einer
zeitgenössischen Naturromantik oder das urban-technoid anmutende Change. «SOUNDFIELDS»
präsentiert sich als ein Ensemble der Solisten, das eingefahrene Jazz-Klischees hinter sich läßt und
sich beim allmählichen Verfertigen der Gedanken beim Spielen auf die Suche macht nach einem
unverwechselbaren Ausdruck für eine Musik unseres digitalen Zeitalters, eine neue Melange von
Soundscaping und Jazz.    

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